Druckemissionen berechnen und Projektbeiträge einordnen
Was eine Berechnung aussagt
Eine Emissionsberechnung beruht auf Eingabedaten und festgelegten Emissionsfaktoren. Papierart und Papiergewicht können dafür wichtige Eingangsgrößen sein. Sie ersetzen jedoch nicht automatisch eine vollständige Bilanz aller Lebenszyklusphasen eines Druckprodukts oder eine Unternehmensbilanz.
Zu einem Ergebnis gehören Angaben zu den erfassten Produktionsschritten, Datenquellen, Bezugsjahren und Annahmen. Ein pauschaler Sicherheitszuschlag allein belegt weder Vollständigkeit noch Genauigkeit der Bilanz.
Emissionen in der Produktion verringern
Prüfen Sie für den konkreten Auftrag Möglichkeiten zur Verringerung des Material- und Energieverbrauchs. Tatsächliche Verbesserungen sollten mit geeigneten Vergleichsdaten dokumentiert werden.
Freiwillige Unterstützung von Projekten
Sie können zusätzlich finanzielle Beiträge an ausgewählte Klimaschutzprojekte leisten. Diese Beiträge ändern die bei der Druckproduktion entstandenen Emissionen nicht und machen das Druckprodukt nicht klimaneutral.
Bei direkten Projektbeiträgen und bei Projekten mit Emissionsgutschriften unterscheiden sich die Nachweise. Eine Projektfinanzierung ist nicht mit dem Erwerb und der Stilllegung einer geprüften Emissionsgutschrift gleichzusetzen. Konkrete Aussagen über eine vermiedene oder gebundene Menge benötigen passende projektspezifische Nachweise.
Projektinformationen prüfen
Beachten Sie Projektträger, Standort, Maßnahmen, Zeitraum und vorhandene Prüfberichte. Bei Emissionsgutschriften sind der angewendete Standard, Registerdaten und eine dokumentierte Stilllegung relevant. Die bloße Bezeichnung als zertifiziertes Projekt ist keine Garantie für eine bestimmte Wirkung und kein Klimaneutralitätsnachweis für ein Druckprodukt.
Berechnung und Projektbeitrag
Ein berechneter Emissionswert gilt innerhalb seiner angegebenen Grenzen. Die Finanzierung eines Klimaschutzprojekts ist eine zusätzliche Maßnahme und kein Nachweis für Klimaneutralität.